Der Sitio 
 
 
 
  • Leben ohne Angst, Drogen, Gewalt
  • Schulausbildung 
  • geregelter Tagesablauf
  • Erlernen von landwirtschaftlichen Tätigkeiten
  • Umgang mit Kultur / gesellschaftlichen Problemen

Das Sitio, ein kleiner Hof 70 km außerhalb der 6 Millionen Stadt Recife bietet den Kindern die Möglichkeit den Großstadtwirren zu entfliehen. Allerdings herrscht auf dem Sitio absolutes Drogenverbot! 
Da höchstens 30 Kinder auf diesem Hof platzfinden, können sich die Erzieher individuell mit jedem Kind beschäftigen. Das "Kinderdorf" ist von Feldern umgeben, auf denen die Kinder verschiedene landwirtschaftliche Tätigkeiten erlernen, und dabei erleben können, selbst etwas geleistet zu haben. Die Erträge der Maniok-, Inhame- und Mangoernte, sowie Gemüsegarten und Schweinezucht decken den Eigenbedarf und tragen zur Finanzierung bei. 

Weitere Ziele auf dem Sitio sind: 
den Kindern z.B. durch einen geregelten Tagesablauf, den sie von der Straße nicht kennen, einen anderen Lebensstil aufzuzeigen. Hierzu motivieren unter anderem die drei geregelten Mahlzeiten. Anknüpfend an die Arbeit auf der Straße wird auf dem Sitio mit den Kindern gebastelt und viel getanzt, da die alten Kreistänze bestens geeignet sind ein Gemeinschaftsgefühl zu erzeugen oder um mit Capoeira, einem berührungslosen Kampftanz, Aggressionen abzubauen. Weiter gibt es täglich Arbeitskreise zu gesellschaftlichen Themen wie Sexualität, Gewalt und Drogen in denen Kinder und Erzieher die Probleme diskutieren und nach Lösungen suchen können. 

Welche Kinder kommen auf das Sitio? 
Spricht ein Straßenkind einen Erzieher auf der Straße auf das Sitio an und ist bereit dort auf seine Leimflasche und die anderen Drogen zu verzichten, kann es für zwei Tage auf das Sitio fahren. 
So kommen die Kinder zuerst in den 2 Tagesprozess, bei dem sie alle zwei Wochen für zwei Tage das Sitio und ein Leben ohne Drogen und Gewalt kennenlernen können. Wünschen die Kinder dann länger auf dem Sitio zu bleiben, kann der Aufenthalt auf jeweils 5 Tage verlängert werden. Im 5 Tage Rhythmus wird dann auch schon wesentlich mehr Mitarbeit auf dem Feld oder in der Küche geachtet. Ist der Wille da, ganz auf die Drogen zu verzichten, so besteht die Möglichkeit als Morador ständig auf dem Sitio zu leben und dann auch im Nachbardorf die öffentliche Schule zu besuchen. Nach dem Schulabschluß kann dann z.B. bei einem der umliegenden Bauern gearbeitet oder in der Schule der jungen Arbeiter eine Berufsausbildung absolviert werden. 

Das Sitio ist unser Hauptförderprojekt, da wir glauben, dass den Kindern außerhalb der gefahrvollen, aber auch verlockenden Stadt am besten geholfen werden kann. 

Besuchen sie dazu auch: 
Über Capim de Cheiro - von Edson Policarpo da Silva - damals 17 Jahre alt
sowie die Fotoseiten
Die Anlage
Einige Aktivitäten 

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