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Infostand bei DAS FEST Karlsruhe 20.+21. Juli

Auch bei DAS FEST in Karlsruhe sind wir wieder wie gewohnt am Samstag und am Sonntag 20.+ 21. Juli 2024 mit unserem Infostand vertreten. Unser Stand befindet sich im kostenfrei zugänglichen Teil des Festgeländes, ganz in der Nähe des Eingangs „Kühler Krug“.

>> Das Fest Karlsruhe




Mitgliederversammlung 6. Juli 2024

Am Sa, 6. Juli 2024 findet unsere Mitgliederversammlung statt. Die Vereinsmitglieder werden persönlich eingeladen.




Am 13.7.2024 sind wir bei der Verabschiedung des evangelischen Stadtkirchenpfarrers Dirk Keller, der uns viele Jahre wohlgesonnen war. Vielen Dank!




Die soziale Situation in Brasilien

Brasilien kann als Land der großen Gegensätze bezeichnet werden: Arm – Reich, Fußball – Favelas, Karneval – Korruption, paradisische Strände – Drogen und eben auch eine große ethnische, kulturelle und religiöse Vielfalt.
Die Straßenkinder stammen mehrheitlich aus der unteren Gesellschaftsschicht mit geringem finanziellen Einkommen. Die Familien sind geprägt von umfassenden Mangelsituationen, instabilen Beziehungskonstellationen und/ oder Abhängigkeitserkrankungen, was die zwischenmenschlichen Beziehungen enorm beeinträchtigt und in vielen Fällen bspw. zu Vernachlässigung und Gewalt führt.
Oftmals sind die Familien aus ländlichen Regionen auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensbedingungen in die Metropolen gezogen. Aufgrund mangelnder Berufsqualifikationen beginnt hier ein Teufelskreis aus sozialer Ausgrenzung, extremer Armut und ein Leben in den Favelas in unzugänglichen Gebieten und der Peripherie.
Die soziale Ungleichheit in Brasilien und daraus resultierende Schwierigkeiten für die Herkunftsfamilien der Straßenkinder lassen sich anhand einiger beispielhafter Daten verdeutlichen:
  • Brasilien gehört im weltweiten Vergleich mit einem Gini-Index von 59,3% zu den Ländern mit auffallend ungleicher Einkommensverteilung: Die ärmsten 20% der Bevölkerung haben nur 2,5% des Volkseinkommens. Bezüglich des Grundbesitzes zeigt sich ein noch extremeres Bild: Knapp 10% der Grundbesitzer verfügen über ca. 80 % des bewirtschaftbaren Landes. Die übrigen ca. 4 Millionen kleinen und mittleren Grundbesitzer teilen sich lediglich die verbleibenden 20%.
  • Im Jahr 2007 mussten in Brasilien mehr als 20%, in der nordöstlichen Region rund die Hälfte aller Haushalte mit der Hälfte des Mindestlohnes (01/01/2010 Medida Provisória nº 474/2009 R$ 510, ca. 230€) pro Person zurecht kommen.
  • Der Anteil alleinerziehender Frauen betrug laut IBGE 1991 18,1%, im Jahr 2000 bereits 24,9%, d.h. es fand ein Anstieg von 37,6% in nur neun Jahren statt. In Recife betrug die Zahl weiblicher Alleinerziehender im Jahr 2000 sogar 37,4%.
  • In den prekären Häusern bzw. Behausungen leben auf engstem Raum größtenteils fünf und mehr Personen (68,8%, nach CEBRID 2003: 38), oft sogar zwischen sieben und 14 Bewohner.
Quellen:
  • CEBRID – Centro Brasileiro de Informações Sobre Drogas Psicotrópicas (Hrsg.). (2003): Levantamento Nacional sobre o Uso de Drogas entre Crianças e Adolecentes em Situação de Rua nas 27 Capitais Brasileiras.
  • IBGE - Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (Hrsg.). (2002): Perfil das Mulheres Responsáveis pelos Domicílios no Brasil. Estudos e Pesquisas Informação Demográfica e Socioeconômica. Rio de Janeiro: IBGE.)
  • GRP - Grupo Ruas e Praças (Hrsg.). (1998): No meio da rua: Resgatando sonhos, desejos e construindo cidadania. Recife.
  • http://www.portalbrasil.net/salariominimo.htm